Über mich

Ellen über mich2Die 50-iger Jahre

Hinein geboren in einen sinnlichen Kosmos von Herdfeuer, brodelnden Töpfen, Hefeteigen, Säen-Ernten-Konservieren in Vorratshaltung, Resteverwertung. Essen nach des Jahreszeiten. Lieblingsessen, Feiern, Rituale. Der Schmalztopf meiner Großmutter (heuet steht Ghee in meiner Küche).

Ein neugieriger Vater, der in die weite Welt der Stadt zum arbeiten auszog. Und der die kulinarischen Genüsse schon früh in das hessische Hinterland mitbrachte: Oliven, Ananas, echten Käse – Brie statt Scheibletten. Und die Begegnung mit den ersten Time Live Kochbücher.

Heringe wässern, Rogner und Milchner unterscheiden, Hasenschlachten, Hühner, Eier, ein eigenes „Stück“ (Feld) zum Gemüse anbauen. Die Marmeladen auf dem Schlafzimmerschrank, erst mit einem ausgeschnittenen Pergamentpapier im Rum getränkt,dann mit Cellofanhaut nass gemacht und darüber gespannt. Lattwerge wurde mit den Nachbarn im großen Waschkessel gerührt –

Später dann: Reis im Kochbeutel statt Milchreis, Miracoli mit einem Gewürztütchen voller Verheißung auf: so schmeckt Italien! Granny Smith statt Boskop – und dann war ich auch flügge und kochte mich durch alle Wohngemeinschaften und Studiengänge.

Irgendwann hatte ich die gesamte Stufenleiter der weiblichen Pädagogik durchlaufen. Von Kinderpflegerin zur Erzieherin und Sozialarbeiterin. Kinderladenbewegungen, Freie Liebe, die 70-iger Jahre, dann kam die Kunst, ich lebte 10 Jahre in Frankreich und verdiente mein Geld mit Puppenbaue und Kochen. 1994 kam ich zurück nach Frankfurt und gründete einen neuen Klan mit meinem Mann Peter Hromek und brachte Schwarzenfels, (so heißt der Ort in dem wir leben) viele Ausstellungen, neue Künstler und rauschende Feste.

Kochen erdet. Zusammen mit einer Freundin gab es unvergessliche Caterings und leidenschaftliche Kochvergnügen, die dann im Jahr 2000 zur Eröffnung eines eigenen Lokals führten – „Das Feierhaus“ – ein Kleinod der Esskultur und Kunst. 2003 beendeten wir dieses Projekt – mit Schulden, aber einem Erfahrungsschatz von Gesellschaften aller Größenordnungen, ein Netzwerk von Künstlern und Zulieferern, Management, Organisation, Qualität und Lebensfreude – und dem Gefühl nie mehr solch ein finanziellen Klotz am Bein haben  zu wollen.

2009 erfüllte ich mir einen Traum: eine Ayurvedische Ausbildung als Ernährungsberaterin im Institut Rosenberg in Birstein.

Ayurveda hat unser Leben verändert! Die Juwelen der ayurvedischen Küche: die Gewürze. Lenken, Wohlbefinden und Heilen ist mein Thema geworden.

Die Faszination von Gewürzen: Früheste Geschmackserfahrungen, der Rote Betesalat meiner Mutter. Namen wie aus Tausendundeinernacht, Zimtstangen, Nelken, Piment, Lorbeerblätter, Wacholder. Heute gebe ich noch Ingwer, Zitronengras, Muskat, Sternanis und Langpfeffer hinzu. Bei allen meinen großen Buffets ist diese Hommage an meine Mutter dabei.

Ayurveda ist nicht dogmatisch, die Weißheit der ayurvedischen Lehre vom Leben und die Integration unserer regionalen Küche ist mir eine kreative und sinnliche Herausforderung.

 

3 Kommentare

  1. Liebste Edith,
    Wie schön von dir zu hören! !
    Leider erst jetzt, ich habe ewig nicht mehr nachgeguckt.
    Das hat mich gefreut, dass so schöne Dinge in der kurzen Zeit unserer Begegnung in deinem Leben mitgewirkt haben , und das du auch in diesem Spirituellen, Kraftgebenden Feld von Yoga zu Hause bist.Ayurveda hat unser Leben bereichert, und die ” Kochkurse “, Ayurveda ist mehr als Kochkurse, machen mir voel Freude. Mir geht es immer um das 5. ELEMENT, die Liebe, und die Vermehrung von Ojas, der Lebensfreude, und ich sage immer, ich koche Hessisch-Ayurvedisch…
    Wenn du Lust hast ,können wir uns einmal hören und erzählen, das würde mich freuen, ich bin neugierig was du arbeitest.
    Meine Telefonnummer, 06664/ 6362
    Einen guten Jahreswechsel wünsche ich dir, viel Freude, Gesundheit, alles Liebe, Ellen

  2. Liebste Edith,
    Das ist immer schön in einem langen Leben kleine Spuren hinterlassen zu haben, und ich habe mich sehr gefreut von dir zu hören , und ich bin neugierig auf deinen Lebensweg, wie schön, dass sich da Interressen treffen.Wenn du Lust hast, melde dich doch einfach einmal, das würde mich sehr freuen, mein Tel. 06664/ 6362, das wäre schön, von dir zu hören
    Liebste Grüße, ich freue mich und es ehrt mich, dass du mich doch in so guter Erinnerung behalten hast.
    .

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